Mikronährstoffe, Funktionen, Mangel, Personalisierung
Zu den Mikronährstoffen gehören Vitamine und Mineralien. Zu den Makronährstoffen hingegen gehören Proteine, Fette und Kohlenhydrate. Der Mensch muss Mikronährstoffe über die Nahrung aufnehmen, da Ihr Körper Vitamine und Mineralstoffe meist nicht selbst herstellen kann.
Vitamine und Mineralien sind lebenswichtig für das Wachstum, die Immunfunktion, die Gehirnentwicklung und viele andere wichtige Funktionen. Andererseits wurden zu hohe Tagesdosen bestimmter Vitamine, insbesondere von Vitamin C und Vitamin E, in älteren Veröffentlichungen mit einer längeren Lebensdauer bestimmter Verbrauchergruppen in Verbindung gebracht, in neueren Veröffentlichungen wurde allgemein eine verkürzte Lebensdauer behauptet >>>
Im Allgemeinen empfehlen viele Wissenschaftler die Verwendung von Vitaminen aus natürlichen Quellen anstelle von synthetisch hergestellten Produkten, z.B. wegen einer vielfältigeren, angemessenen Verteilung der Untertypen des Vitamins.
Funktionen
Antioxidantien können vor Zellschäden schützen, die mit bestimmten Krankheiten in Verbindung gebracht werden, darunter Krebs, Alzheimer und Herzerkrankungen. >>>
Die Verringerung oxidativer (ROS-induzierter) Schäden an Zellstrukturen wie Mitochondrien, Telomeren, Lipiden, epigenetischen Systemen und DNA ist ein zentrales Dogma der Molekularbiologie. >>>
In jüngster Zeit wird jedoch deutlich, dass geringe Mengen verschiedener Formen von Sauerstoffspezies sogar wichtig für die Gesundheit sind: Das Konzept der Mitohormese besagt, dass reaktive Sauerstoffspezies in geringer Konzentration als Signalmoleküle eine Kaskade von zellulären Ereignissen in Gang setzen, die die Zellen letztlich vor schädlichen Auswirkungen schützen. Die Aktivierung der mitohormetischen Reaktion erhöht in verschiedenen Tiermodellen sogar die Lebenserwartung >>>
Die Forschung hat auch einen Zusammenhang zwischen einer ausreichenden Zufuhr von Vitamin A und der Entwicklung bestimmter Krebsarten hergestellt >>>
Die ausreichende Zufuhr einiger Vitamine kann auch helfen, der Alzheimer-Krankheit vorzubeugen. Eine Überprüfung von sieben Studien ergab, dass eine ausreichende Zufuhr der Vitamine E, C und A das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, verringert. >>>
Die Forschung hat einen niedrigen Selenspiegel im Blut auch mit einem höheren Risiko für verschiedene Krankheiten in Verbindung gebracht >>>
Außerdem verdichten sich die Hinweise, dass eine Vitamin-D-Supplementierung das Risiko einer Infektion mit Covid-19 verringert und die Sterblichkeitsrate bei Covid-19-Infektionen senkt. >>>
Defizite
Die meisten gesunden Erwachsenen können sich mit einer ausgewogenen Ernährung ausreichend mit Mikronährstoffen versorgen, aber es gibt einige häufige Nährstoffmängel, die bestimmte Bevölkerungsgruppen betreffen.
Vitamin D: Ungefähr 77% der Amerikaner haben einen Mangel an Vitamin D, meist aufgrund mangelnder Sonneneinstrahlung.
Vitamin B12: Veganer und Vegetarier können durch den Verzicht auf tierische Produkte einen Vitamin B12-Mangel entwickeln. Ältere Menschen sind ebenfalls gefährdet, da die Aufnahme mit zunehmendem Alter abnimmt.
Vitamin A: Die Ernährung von Frauen und Kindern in Entwicklungsländern enthält oft nicht genügend Vitamin A.
Eisen: Ein Mangel an diesem Mineralstoff ist bei Kindern im Vorschulalter, menstruierenden Frauen und Veganern häufig.
Kalzium: Fast 22% bzw. 10% der Männer und Frauen über 50 nehmen nicht genügend Kalzium zu sich.
Personalisierung der Nahrungsergänzung
Individuelle Unterschiede im Ernährungs- und Lebensstilverhalten, in der Bioverfügbarkeit und im Stoffwechsel können die beträchtliche Variabilität der individuellen Vitaminkonzentrationen im Blut oder sogar Defizite erklären. Eine unkontrollierte Supplementierung mit Produkten hingegen kann zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen führen. Dies deutet darauf hin, dass eine sorgfältige Analyse der Blutspiegel von Mikronährstoffen, der Ernährung und des Lebensstils, der Arbeit, der persönlichen Formen von Stress sowie eine Analyse der potenziell festgestellten gefährlichen Auswirkungen auf den molekularen Mechanismus der Gesundheit ( siehe Kennzeichen des Alterns >>>) muss zu einem personalisierten Regime der Ergänzung mit Mikronährstoffen führen.
Vitamine und Mineralien
Wasserlösliche Vitamine, mit einigen ihrer Funktionen:
Vitamin B1 (Thiamin): Hilft bei der Umwandlung von Nährstoffen in Energie.
Vitamin B2 (Riboflavin): Erforderlich für die Energieproduktion, die Zellfunktion und den Fettstoffwechsel.
Vitamin B3 (Niacin): Fördert die Produktion von Energie aus der Nahrung.
Vitamin B5 (Pantothensäure): Erforderlich für die Fettsäuresynthese
Vitamin B6 (Pyridoxin): Hilft Ihrem Körper, Zucker aus gespeicherten Kohlenhydraten zur Energiegewinnung freizusetzen und rote Blutkörperchen zu bilden.
Vitamin B7 (Biotin): Spielt eine Rolle im Stoffwechsel von Fettsäuren, Aminosäuren und Glukose.
Vitamin B9 (Folat): Wichtig für die richtige Zellteilung.
Vitamin B12 (Cobalamin): Erforderlich für die Bildung roter Blutkörperchen und die ordnungsgemäße Funktion des Nervensystems und des Gehirns.
Vitamin C (Ascorbinsäure): Erforderlich für die Bildung von Neurotransmittern und Kollagen, dem Hauptprotein in Ihrer Haut.
Fettlösliche Vitamine sind:
Vitamin A: Notwendig für eine gute Sehkraft und Organfunktion.
Vitamin D: Fördert die richtige Immunfunktion und unterstützt die Kalziumaufnahme und das Knochenwachstum.
Vitamin E: Unterstützt die Immunfunktion und wirkt als Antioxidans, das die Zellen schützt.
Vitamin K: Erforderlich für die Blutgerinnung und die richtige Knochenentwicklung.
Makromineralien und einige ihrer Funktionen sind:
Calcium: Notwendig für die richtige Struktur und Funktion von Knochen und Zähnen. Hilft bei der Muskelfunktion und der Kontraktion der Blutgefäße.
Phosphor: Bestandteil der Knochen- und Zellmembranstruktur.
Magnesium: Hilft bei über 300 Enzymreaktionen, einschließlich der Regulierung des Blutdrucks
Natrium: Elektrolyt, der den Flüssigkeitshaushalt und die Aufrechterhaltung des Blutdrucks unterstützt.
Chlorid: Kommt oft in Kombination mit Natrium vor. Hilft bei der Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts und wird zur Herstellung von Verdauungssäften verwendet.
Kalium: Elektrolyt, das den Flüssigkeitsstatus in den Zellen aufrechterhält und bei der Nervenübertragung und Muskelfunktion hilft.
Schwefel: Teil jedes lebenden Gewebes und enthalten in den Aminosäuren Methionin und Cystein.
Spurenmineralien
Eisen: Hilft bei der Sauerstoffversorgung der Muskeln und unterstützt die Bildung bestimmter Hormone (28).
Mangan: Unterstützt den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Aminosäuren und Cholesterin
Kupfer: Erforderlich für die Bildung von Bindegewebe sowie für die normale Funktion des Gehirns und des Nervensystems.
Zink: Erforderlich für normales Wachstum, Immunfunktion und Wundheilung (31).
Jod: Trägt zur Regulierung der Schilddrüse bei.
Fluorid: Erforderlich für die Entwicklung von Knochen und Zähnen.
Selen: Wichtig für die Gesundheit der Schilddrüse, die Fortpflanzung und den Schutz vor oxidativen Schäden.
Für weitereInformationen siehe >>>
Empfohlene Tagesdosis, RDA-Werte und Informationen: >>>
Wege zur Analyse auf Basis personalisierter Mikronährstoffe
Individuelle, auf seriösen Analysen basierende persönliche Formulierungen von Mikronährstoffen sind schwer zu erhalten.
Auf Blut- oder Urinanalysen basierende personalisierte Präparate von Mikronährstoffen von hoher Qualität und technisch stabiler Formulierung werden empfohlen >>>
Molekulare Analyse der für Gesundheit und gesundes Altern relevanten Mechanismen >>>